jan m. petersen

 

 

 

 

16.03.69    geburt in bad vilbel


12.07.77    besitz des ersten eigenen werkzeugkastens


04.12.80    beschluss zur punkwerdung, mitgliedschaft im BdP


09.02.95    nepalreise, zweite atelierwohnung


08.08.96    dipl.ing.architektur


03.04.99    indien auf dem motorrad, architekturmodellbau


23.05.00    eröffnung der freiluftgalerie boxhagener platz


08.03.01    eröffnung der ateliergalerie "haarkunst 15" mit freunden
                  

                   arbeiten im öffentlichen raum (beschriftungen)


07.07.02    geburt des sohnes fin juri


07.02.03    auftragsarbeiten in hülle und fülle


10.05.04    das institut für bild- und materialforschung
                  

                   bekommt einen festen sitz in pfaffendorf / brandenburg

08.08.08    die idee kunstkaufhaus - ost  erfährt internationale beachtung

03.02.11    bauarbeiten an den ausstellungshallen in pfaffendorf gewinnen an form

06.07.12    bucherscheinung "13 jahre arbeiten" , verlag des instituts für bild- und materialforschung

13.02.16    stahl wird neues material für den künstler, arbeiten mit CORTEN : to be continued.....


                (berlin, wien, bombay, tokyo, istanbul, kalkutta, san francisco, brandenbourgh)

  

zum bilderbuch hier rein bitte 

 

AUSSTELLUNGEN

auswahl 2016 das CORTEN-zeitalter hat begonnen - monatelang in stahl arbeiten (endlich!), galerie 5 - love soup (ein happening mit echten fans), der galerist verkauft die ausstellung am gleichen abend - wahnsinn (christian - du bist der weltbeste !!!), STROKE art fair münchen : brezn, bier und krautsalat.... kunst mitte in magdeburg, ausserirdischentreffen mit ausserirdischen.... ; - )) , art.fair cologne nummer vierzehn : good bye kölle, es war so schöööön, kunstüberfall nr. 10 - ach du schreck, wie die zeit vergeht...LÜBECK, galerie koch westenhoff, "einzel mit gimmicks"... auswahl 2015 köln rodenkirchen "ganz gross rauskommen...", offenes atelier brandenbourgh : "angst und glaube", gemeinschaftsausstellung mit freunden, museum neues schloss in kisslegg : teilnahme an der PERMANENTA 2015, (treffen auf seelenverwandte im schönen allgäu), ART-FAIR nr. 13 - mittendrin und viel zu früh... kunstüberfall nr. 9 - es wird stählern und rostig...auswahl 2014 Kunstüberfall-nummer 8 in KREFELD, KUNSTWÜHLTISCH goes stuttgart - eine runde sache...art.fair - köln : ein fest mit freunden, zwölfter teil.... ART-KARLSRUHE - uff...., briescht : postkarten und postershop als rentenkonzept, umbau pfaffendorf im jahre 11, brandenbourgh : offenes atelier 2014 - thema VERZICHT auswahl 2013 k(u)nst kaum luftholen, der maler und die selbsterfindung, erstarrungszustände im frühjahr 2013, kunstmeile köln-rodenkirchen (kunst zum hinlegen), KLP wendland - unter den kastanien, brandenbourgh : offenes atelier 13 : stipendiaten des forschungssemesters demokratieerosion zeigen eine probe ihrer werke, art.fair 11 cologne - walter schenkt mir die künstlerverrentung...  kunstüberfall sieben in krefeld - ein weiteres fest mit freunden und dem kunstwühltisch auswahl 2012 art.fair21 - zehn, die geburtstagsparty mit freunden, kunstüberfall sechs in krefeld, tannenbaumperformance, galerie filser und gräf, münchen, offenes atelier in brandenburg mit b. fox, b. nix und imke freiberg..., kunstzahn pfaumann in waldburg - dankeschön !, KLP im sprechzimmer - dannenberg, kunstverein keck - finanzschädlinge, galeristenversorgung mit dem lastenfahrrad, wöchentliche performance in pfaffendorf auf der B168 (danke christel !) auswahl 2011 art.fair nummer neun, cologne, kunstüberfall fünf in krefeld, zentralschwabenversorgung drei, kunsthaus schill - stuttgart, leander rubrecht kuratiert das kunstkaufhaus-ost nach wiesbaden : achtung kunstterror..., kunstlicht velten im gärtnerhof velten, 48stunden in neukölln, galerieplatzen in der gertrudenstrasse 31, galerie 5 zu cologne, eröffnung der ausstellungsräume in pfaffendorf (zum tag des offenen ateliers in brandenburg), auswahl 2010 selection.artfair basel 2010 galerie jörg heitsch - münchen, zentralschwabenversorgung komplett
 kunsthaus schill, stuttgart, 
düsseldorf wird abgewählt - 2010
, galerie zimmermann und heitmann, dortmund-wien-tokiyo
, totalkundenbetreuung cologne
 galerie5, köln, 
art.fair nr. 8 
kunstkaufhaus-ost mit nixilonischer kraft voraus !, auswahl 2009 
kunstkaufhaus in münchen 
jörg heitsch galerie, münchen
, big ones - grösseres problem in hamburg
("galerie" popartpirat: banker,immobilienmakler,rechtsanwalt - vorsicht !) 
keck - praxis - show 
dr. keck, bad waldsee
zentralschwabenversorgung klein 
kunsthaus schill, stuttgart, 
art.fair - cologne - die siebte 
kunstkaufhaus-ost goes köln
, düsseldorf königsallee
 galerie zimmermann und heitmann, auswahl 2008 
zug, schweiz erobern...
galerie renggli, zug, schweiz
 zürich, auch !
galerie münchow, kunstwarenhaus, 
contempa(h)rt, brohl-lützing 
galerie diede, burgbrohl, 
kunst für die breite masse 
sprechzimmer, dannenberg, 
art.fair cologne, nummer sechs
 kunstkaufhaus-ost 
kuboshow, herne, 
feldversuch im revier, 
soiree des kunstverein keck 
bad waldsee, 
schnäppchenattacke 
galerie wagner und marks frankfurt/main, auswahl 2007
liste köln, völcker und feinde
 das war echt nicht gut ! 
kulturelle landpartie, wendland, 
galerie unter den kastanien, klein witzeetze
, wasser, bad breisig
galerie diede, burgbrohl, 
art bodensee, dornbirn
fischerplatzgalerie, ulm
sommerfest des bundespräsidenten, turm der worte, 
jan m. petersen - arbeiten im raum für einen tag
, art.fair cologne, die fünfte
, kunstkaufhaus-ost, 
kunsthotel enzisreute, 
kunstkaufhaus-ost
, auswahl 2006
 einstand in brandenburg, resteessen 2006 
landgalerie witzleben, petersdorf/mark art.fair 06 in cologne, ein weiteres fest mit freunden…
galerie kunstkaufhaus-ost.de, 
auswahl 2005 
kunst und schmuck, krefeld 2005 
galerie fleissig-wächter und wächter, krefeld 
k(u)nst einpacken, essen 2005 
galerie ockhard, essen vulkanismus conquers kunstkaufhaus-ost 2005 
galerie diede, burgbrohl/eifel kunstkaufhaus-ost auf der art.fair 05. köln 
galerie selber machen.de 
szenenwechsel, kunstkaufrausch 2005 
galerie kaufbar, berlin, ort der stille - turm der toleranz, gartenfest des bundespräsidenten, 2005 
schloss charlottenburg zu berlin heilung durch fernsehen 
galerie kaufbar, berlin heimkommen, einzelausstellung in der artbox frankfurt 2005 
galerie artbox frankfurt leben, lieben, kampf, 2005 
galerie ockhard, essen
petersen in hamburg...2005 
galerie miss van meer, hamburg,auswahl 2004 
18 x 24 kunst für alle! 2004 
galerie artbox, wolfgang richter, frankfurt am main kunstkaufhaus-ost auf der art.fair 04, köln 
galerie ifbmf, berlin petersen im exil 2004 
galerie exil, berlin kunst am bau - ein projekt für mutter 
mein elternhaus in bad vilbel leinwände und die andere grosse kunstscheisse, einzelausstellung 2004 
galerie kaufbar, berlin
einzelausstellung im projektraum 2, essen - rüttenscheid 2004 
galerie ockhard, essen, auswahl 2002 - 2003 
jan m. petersen versus neo rauch, eine gegenüberstellung zu weihnachten 2002 
galerie eikelmann, düsseldorf kunstkaufhaus-ost goes frankfurt am main, projektstand auf der art.frankfurt 2003 
galerie eikelmann, düsseldorf teilnahme am paraventprojekt im stilwerk - düsseldorf, 2003 
galerie eikelmann, düsseldorf 
kunstkaufhaus-ost goes cologne, förderkoje auf der art.fair 03 in köln 
galerie eikelmann, düsseldorf jan m. petersen enters italy, einzelausstellung im navy sky, florenz/it, auswahl 2003 
galerie navy sky, firenze 
eröffnung eigener galerieräumlichkeiten in berlin 2003 
institut für bild- und materialforschung, auswahl 2002 
galerie burkhard eikelmann, düsseldorf
berlinische galerie, berlin
lolita bar, kassel galerie gregor gog, berlin
galerie wexelstube, berlin galerie sour mash, berlin automatenbar, berlin, auswahl 2001 
galerie haus schwarzenberg, berlin
galerie invalid, berlin galerie glam, berlin galerie fleischwaren und imbiss, auswahl 200
kunstkaufhaus - ost : eins bis siebzehn, gruppenausstellungen bis zur neige...
und die schulungen der strasse, boxhagener platz, sonntags in berlin, ab 1997 
berlin gilt mir als ort der inspiration und der weisung, 1996 
frankfurt am main verschwindet aus meiner wahrnehmung

 

 

  

 

 

 

 

texte zum schaffen petersens. (von freunden, galeristen, journalisten) 

 

Für mehr Demokratie in der Kunst ! Wählt Petersen !

Damit eines gleich klar ist : Dieser Petersen ist rotzfrech.
 
Nicht als Person - vielmehr als Künstler. Nimmt kein Blatt vor den Mund. Zitiert, frözelt, nimmt mal hie, dann mal dort, bemüht die (Kunst-)Geschichte, formuliert sie um.
Ganz dreist und ungeniert. Wie's ihm grad passt. Demokratisiert in Größe und Obulus, für das, was er da in seinem kleinen, feinen Kunstkaufhaus offeriert. 
 
Und wissen Sie was? Ich wünschte mir viel mehr von dieser Art Künstler. Hat es doch Tradition - sei es in der Literatur, als auch innerhalb der malenden Gilde - sich mahnend, auflehnend, Dinge anprangernd zu artikulieren.
Wer sonst, wenn nicht der Künstler hat das Recht besagtes Maul aufzureissen und "HALT !" zu schreien?

Dies -und ohne dabei vordergründig politisch zu sein -  gemischt mit einer schelmischen Portion Humor, die dem Künstler so eigen ist und ihn noch liebenswerter macht (das meine ich wirklich) ist so signifikant für das Werk Petersens, daß es eine Mordsfreude bereitet, hinzuschauen, zu stöbern, neues zu entdecken. Klar kennen Kunstgeschichtsgeschulte das Objekt "Künstlerscheisse", aber daraus "Künstlerpisse" zu machen… Mann, Petersen. Klasse.

Das Unperfekte scheint dabei Programm zu sein : Die Blöcke, auf die der Künstler seine Botschaft bannt, sind ungehobelt und kantengeschliffen, die groben Druckbuchstaben tanzen aus Reih und Glied, wie zu den besten Zeiten Gutenbergs. Gerade so soll es sein, ist es gut, perfekt. Das Nichthundertprozentige, das darauf hinweist, daß es nicht um die Hülle, sondern nur um den Inhalt geht. Oder wie es der große Nam June Paik benannte : "Wenn zu perfekt, lieber Gott böse."
 
Große "Liebe" (übrigens auch ein Objekt des Künstlers) steckt zudem in den Zigarettenschachtelgroßen 3-d Statements: 
Ohne Herz und Verstand nix mit Sinn an der Wand (Wilhelm Busch dreht sich im Grab).
 
Petersen verlässt mit seiner taschenformatgroßen und taschengeldteuren Kunst den gängigen Markt. Und macht im gleichen Atemzug seinen Eigenen auf. Einen für alle ! Wie es bereits Haring mit seinem Popartshop wollte. Aber er bietet nicht - wie dieser - Alltagsgegenstände, die aus der Kunst erwachsen sind, feil, sondern die Kunst selbst. Kunstkaufhaus Ost. Stellt sich auf. Schaut nicht nach links und nach rechts und sieht dennoch alles.

Mit dem Wachsüberzug wird das Kunstobjekt zum Handschmeichler oder auch mal mit Magnet für den Kühlschrank zur Kunst fernrab der gängigen Wand.
"Kunst ist ein Lebensmittel" die klare Botschaft des Künstlers. So einen Petersen kann mal überall platzieren, hängen, stellen oder legen. Kreative Köpfe verschenken ihn gelegentlich, hoffen selber, einen zu bekommen. Meiner begleitet mich sogar in den Urlaub. Ist mir als Stück Heimat lieber, als in Spanien ein Wiener Schnitzel.

Ohne ein "Ja zur Kunst" mag (und kann) er nicht leben, ich auch nicht, vielleicht Sie ja auch nicht. Ein Grund mehr, etwas im Kunstkaufhaus Ost zu erwerben, ein Kaufhaus, indem es sich noch lohnt, in den Regalen nach Raritäten zu stöbern. Sie werden sie finden. Versprochen. Der Trend geht ohnehin zum Zweit -, Dritt - und Viertbild. Am besten die Einkaufstasche voll machen. Greifen Sie zu. Wer weiß, was dieser freche Kerl morgen im Kopf hat....
 
Michael M. Marks, Galerie Wagner und Marks, Frankfurt/Main

 

 

 

 

TAXIBERLIN 2009 :

Manch einer behauptet, dass DIE WAHRHEIT out oder zumindest überbewertet ist. Man ist geneigt, demjenigen Recht zu geben, passt es doch wunderbar in die heutige Zeit, wo nahezu jeder jeden bescheißt, und derjenige schon deswegen für ehrlich gehalten wird, weil er entweder etwas weniger oder einfach nur weniger erfolgreich dabei ist, andere zu bescheißen. Das gilt übrigens für alle! Am meisten gefährdet ist und bleibt aber der Künstler, der, wie wir wissen, mitunter alles tut, nur um irgendwie berühmt zu werden. Ich kenne einen Künstler, bei dem ist das anders! Nach dem ist sogar schon eine Straße benannt, obwohl der noch gar nicht mal tot ist. Nein, der Mann ist noch nicht mal berühmt! Wer es nicht glaubt, ich meine das mit der Straße, schaut einfach im Stadtplan nach. Die Jan-Petersen-Straße verläuft zwischen der Lea-Grundig und der Raoul-Wallenberg-Straße in Marzahn.

Bekannt ist er aber schon, der Jan M. Petersen, laut seiner Visitenkarte in Berlin, Bombay, Tokyo, Wien, Istanbul, London und Friedrichshain. Und das, weil er sich in SEINER KUNST eines Stilmittels bedient, welches selbst für die hiesige KUNST-Scheiße, Verzeihung -Szene (ein Freudscher Lapsus!), einmalig ist. Obwohl das, oder besser: gerade weil das, also das Stilmittel, dessen er sich bedient, eigentlich nichts Besonderes ist. Vielleicht macht es ihn, Jan M. Petersen, aber gerade deswegen so einzigartig. Manch einer wird nun ungläubig den Kopf schütteln, aber es gibt ihn wirklich, und sogar in dieser Stadt, unter uns, den Künstler, dessen wichtigstes Stilmittel schlicht und einfach DIE WAHRHEIT ist.

Kann sich das heutzutage überhaupt jemand vorstellen? Ich meine, da wird sich verbogen, lauwarmer Proseco zu vergammelten Häppchen angeboten, angemalte Ostereier von Kritikern mit Mundgeruch zu genialen Kunstwerken erklärt, oder gar eine leere Ausstellungswand als Lebenswerk des Künstlers bestaunt, während zur gleichen Zeit Jan M. Petersen seine einfache aber ehrliche Kunst unter freiem Himmel an den Mann und vor allem an die Frau bringt, und das bei jedem Wetter! Deswegen spricht der Künstler DER WAHRHEIT entsprechend von einer TOTALKUNDENBETREUUNG, selbstverständlich durch ihn selbst.

Unter dem Deckmäntelchen KUNSTKAUFHAUS OST, was natürlich Blödsinn ist, weil der Mann aus’m Westen kommt, verkauft Jan M. Petersen wenn man so will DIE WAHRHEIT. Und wenn ich DIE WAHRHEIT sage, dann meine ich auch DIE WAHRHEIT! Mit der kenne ich mich schließlich aus. Spätestens seit der Entwicklung der Straßen- und Wegelehre, der einzigen, wenngleich nicht anerkannten Wissenschaft, die aber, im Gegensatz zu allen sogenannten Wissenschaften nicht in Glaubensbekenntnissen endet, sondern eineindeutig und jederzeit und von jedem überprüfbar, und somit DIE WAHRHEIT ist.

Genauso wie bei Jan M. Petersen, der SEINE KUNST, dessen wichtigstes Stilmittel DIE WAHRHEIT ist, die er deswegen unter das Motto: „KUNST ist Trickbetrug“ gestellt hat, und die, also SEINE KUNST, gleichfalls eineindeutig ist, weil auch gilt: „Trickbetrug ist eine KUNST“! Wenn man bei Jan M. Petersen mal von der kleinen Imagelüge mit dem Ossi und auch davon absieht, dass er sich in seiner Kunst gelegentlich des kyrillischen bedient, dessen er aufgrund seiner Herkunft aus’m Westen aber gar nicht mächtig ist, also mal abgesehen von all diesen durchaus berechtigten Kritikpunkten, ist er der einzige ehrliche Künstler den ich kenne, und wahrscheinlich sogar der ehrlichste Künstler der Republik.


Und deswegen mache ich hier, ohne dass ich selbst irgendetwas davon hätte, Werbung für ihn und seinen Stand am Boxhagener Platz, oder eben nur BOXI, wie der aus’m Kietz den Platz im Friedrichshain liebevoll nennt. Jeden Sonntag findet ihr dort Jan M. Petersen und sein KUNSTKAUFHAUS OST an der Krossener Straße, und ich fordere euch hiermit auf: Kauft beim ehrlichsten Künstler der Republik! Kauft, wenn ihr unbedingt KUNST kaufen müsst, beim Trickbetrüger! Um aber auch an dieser Stelle bei DER WAHRHEIT zu bleiben, muss gesagt werden, dass Jan M. Petersen lange Zeit bei mir, dem idealen Nachmieter seiner Atelierwohnung, in der Schuld stand. Genau genommen so lange, bis ich begann in seiner Schuld zu stehen, weil er mich neben sich auf dem BOXI wann immer ich will MEINE KUNST, also MEINE WAHRHEIT, verkaufen lässt. Diese Zeilen sind somit nicht nur eine Hommage an den einzig WAHREN Jan M. Petersen, die auch von euch hoffentlich als solche verstanden werden, sondern wir sind uns nun auch endgültig quitt – Jan und ich.


Hans Joachim Motz, der Therapeut meines Vertrauens, nach dem auch schon eine Straße in Schöneberg benannt ist, obwohl der gar nicht aus Berlin sondern aus Halle an der Saale kommt, ist vom WAHRHEITS-Gehalt DER KUNST nicht überzeugt. Von ihm stammt die Erkenntnis: KUNST IST NEUROSE - eine Grundwahrheit der Psychologie zwar, die mittlerweile in jedem Therapiehandbuch für Künstler steht, die aber nicht so im Raum stehen gelassen werden kann. Wofür bezahlen wir schließlich unsere Therapeuten, wenn wir ihnen nicht auch gelegentlich widersprechen? DIE PSYCHOTHERAPIE IST DAS EIGENTLICHE ÜBEL, WEIL SIE VORGIBT DIE NEUROSE HEILEN ZU KÖNNEN! Dem kann selbst von Herrn Motz nicht widersprochen werden. Er gibt aber zu bedenken, dass jemand, der in DER WAHRHEIT, also außerhalb DER NEUROSE, lebt, DER KUNST nicht bedarf. Genau deswegen bin ich nicht einfach Künstler oder nur Therapeut sondern Taxifahrer geworden, weil Taxifahrer letztendlich die ideale Kombination von Künstler und Therapeut ist, allerdings mit Ortskenntnissen!


DIE KUNST von Jan M. Petersen wird von einigen ihm wohl gesonnenen Kritikern richtigerweise als Gebrauchs-KUNST bezeichnet, die man für DIE WAHRHEIT nehmen, oder eben als KUNST missbrauchen kann. Aber wissen diese Kritiker auch, dass genauso wie Hippokrates es in seinem Eid formulierte, die Genesung nur aus dem Patienten selbst, die Heilung DER NEUROSE in DER KUNST ebenfalls nur aus DER KUNST heraus erfolgen kann? Ich weiß es nicht!

Was ich aber weiß, ist, dass Jan M. Petersen mit Lehrsätzen wie: ICH SEHE ETWAS, WAS DU NICHT SIEHST UND DAFÜR BEZAHLST DU MICH! einen nicht hoch genug zu schätzenden Beitrag zur Genesung DER KUNST leistet. Diese, wenngleich in der KUNST-Scheiße (kein Freudscher Lapsus!) noch nicht anerkannte, WAHRHEIT, sollte meiner Meinung nach nicht nur in allen KUNST-Ausstellungen, sondern auch in den Wartezimmern sämtlicher Therapeuten dieser Welt hängen.

COPYRIGHT : taxiberlin.blogspot.com - danke, danke, danke !

 

 

 

 

und etwas früher hiess es einmal : 

VON EINEM, DER EULENSPIEGELT


bemalt, bedruckt, beklebt, beschriftet : JAN M. PETERSEN in frankfurter artbox 2005


wer langeweile in wolfgang richters frankfurter artbox hat, ist wirklich selbst schuld. seine kleine galerie, nicht viel grösser als ein schuhkarton, wird das ganze jahr über "bewohnt" von allerlei skurrilem : ge- und bemaltem, bedrucktem, beschriftetem, gesammeltem und und und. und wer sie bei aller ein bisschen schmetterlingshaften exotik nicht auch ernst nimmt, die kleine schuhschachtel mitten im ohnehin ernstzunehmenden künstlerischen getriebe der braubachstrasse rund um schirn und MMK, ist ebenso schuld.


diesmal hält einer hof, dem, wenn er es nicht gar selbst ist, zumindest der eulenspiegel über die schulter schaut. und sicher nicht nur bei dem, was der wahl-berliner und gebürtige bad vilbeler JAN M. PETERSEN, seines zeichens gelernter architekt und sonstiger autodidakt künstlerisch so alles treibt, sondern auch beim behängen und ausstaffieren der oben genannten "schuhschachtel".

 

eigentlich sagt das motto seiner witzigen schau, nämlich "heimkommen" und "was einem so alles begegnet" schon soviel aus, dass sich fast erübrigt, seine sehr individuelle kleine - und das stimmt schon wieder nicht - künstlerische welt zu beschreiben. denn hinter dem, was man zu sehen bekommt, steckt mehr als das, was das auge wahrnimmt oder vielleicht wahrnehmen soll.

 


und so steht wie eine art bestätigung dieser subjektiven behauptung gleich hinter der tür, ob von ihm oder nicht, an derwand der hintergründige satz : "lieber kunstfreund - ich sehe was, was du nicht siehst und dafür bezahlst du mich"


was man also auf den ersten blick - und erst auf den zweiten noch etwas anders - zu gesicht bekommt, sind die dinge, die petersen bisher auf seinem 35-jährigen lebensweg fand, hortete, hütete und dann auf seine weise um- und neugestaltete. er sammelte werbezeitungen, kassenbücher, alte schulhefte, plakate aus grauer vorzeit, archivierte mit hingabe alte photos und verwandelte seinen eigenen kreativen flohmarkt so, dass daraus plötzlich eine ordnung entsteht, die ebenso verblüfft wie schmunzeln lässt.


und da stehen und hängen sie dann, die ergebnisse seiner sammel- druck- und malleidenschaft : an einer wand die kleinen "minis", von denen er sogar leben kann, als da sind streichholzschachtelgrosse, bewachste faserplatten mit kleingedrucktem, beschriebenem, bemaltem, abgeguckt und ausgedacht, einzeln zu erwerben oder, wenn es gut ginge, zum bild aufgereiht, ein gerahmtes tablett, eine gestylte "weisszucker" reklame, ein filzkreuz als hommage an beuys, ein fürchterliches hundevieh, natürlich mit "oh, liebling" betitelt, ein totenkopf, ein abgedruckter eierstock und dazwischen oder dazu diverse handschriftliche texte wie "geld her", "schmatzend und schwatzend" und/oder "ich wollte doch nur meine ruhe haben"


und dann ? ja, dann gibt es plötzlich auf den zweiten blick noch ganz andere, richtige, echte, tolle bilder. solche, die diesen eulenspiegelnden narren eben auch oder wirklich ausmachen. auf ganz leisen sohlen kommen sie daher, die beiden höchst malerischen arbeiten von einem, der auszog, seinen januskopf zu zeigen. im fenster, aber unauffällig, hängt der "vollmond", weiss auf beige, und mitten im anderen, das diptychon, ebenso still und verhalten ton in ton. aber von einem zauber, der, weil völlig unerwartet, einfach staunen lässt. na so was, JAN M. PETERSEN. gut gemacht. hut ab, mister. aber wirklich. und bitte : noch ein paar "vollmonde" . weil : die sind das - möglicherweise - wahre "salz" in ihrer suppe.

main echo kultur, 10.02.2005 von gundel - maria busse

 

 


kunstkaufhaus-ost                 Jan M. Petersen

Petersen hatte nach der Beendigung der Galerietätigkeit 2003 in der
Produzentengalerie Haarkunst 15 (seit 2001) das Kunstkaufhaus - Ost mit eigenen 
Arbeiten auf Kunstmessen (ArtFrankfurt, Art.Fair-Cologne, Art Bodensee, Liste Berlin)
weiter betrieben und viele Einzelausstellungen im gesamten Bundesgebiet zu verzeichnen.
Der stete Erfolg und die Zunahme nationaler, sowie internationaler Kontakte liessen den Ankauf
der Atelierräume in Pfaffendorf (Brandenbourgh) zu. HURRRRA !!

Künstlerisch bewegt sich Petersen in den Traditionen des Dada, der Collage und
 des Objekthaften. Es entstehen erhabene, kastenartige Volumen aus Holz, die in ihrer Materialität
originär und inzwischen eindeutig als Marke zu erkennen sind.
Die Grössen der entstehenden Werke reichen von Streichholzschachtel bis Kinderbett,
wodurch ein wunderbares Spiel der Formate und räumlichen Bezüge entstehen kann.
Schwerpunkt der künstlerischen Aussagen ist meist die kritische Beleuchtung
und ironische Kommentierung alltäglicher Verrichtungen, Konsumgewohnheiten und Politik.
Die stilistische Unverwechselbarkeit erreicht Petersen durch seine resolute Klarheit in der Bildaussage.
Es gibt kein Entrinnen...

Trotz des Konzeptes, Kunst zu günstigen Preisen unter das Volk zu streuen und damit die
 Kunst zu demokratisieren, sind die Objekte zeitaufwändig hergestellt, von höchster handwerklicher Qualität und mit
besonderen Oberflächen versehen. So überzieht Petersen seine Bilder mit einer Schicht Paraffin
und einer besonderen Patina. Die Begegnung mit den Arbeiten aus dem Kunstkaufhaus - Ost ruft immer wieder
 Heiterkeit und Schmunzeln hervor, wie der Künstler in seinen zahlreichen neuen Feldversuchen und Ausstellungen feststellen kann.

 

 

.

.

.

.

.

.

.